Lothar Wolleh war ein deutscher Fotograf.
Berlin, Deutschland 1930 - 1979 London, England.
Auf der Höhe des Kalten Krieges, 1968 bereiste Lothar Wolleh die Sowjetunion. Dort entstand eine Porträtserie die daran erinnert, dass individuelle Menschlichkeit, selbst in Zeiten größter Feindseligkeit, erhalten bleibt. Sie muss sichtbar gemacht werden, um das Trennende zu überwinden.
Nach über fünfjähriger Verschleppung und Zwangsarbeit in den Kohleminen des sowjetischen Arbeitslager Workuta, einen Tag vor seinem 26. Geburtstag, im Januar 1956, kehrt Lothar Wolleh als freier Mann zurück nach Berlin. Im Gepäck hat er einige wenige Bilder, die heimlich während der Haft im Gulag entstanden sind.
Licht als Lebenenselixir
Ausgerechnet dieser unwirtliche Ort nördlich des Polarkreises, nur wenige Kilometer von dem Lager "Polarwolf“ in dem Alexei Navaly starb, wird Lothar Wolleh Licht als „Lebenselixier“ und als Medium von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Präsenz und Abwesenheit erfahren. Die Kamera, als „Lichtfänger“, wurde für Wolleh zu einem Instrument, das Unsichtbare sichtbar zu machen.
Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wagte sich Wolleh erneut in das Reich seiner Peiniger. Diese Ausstellung zeigt Fotografien aus seiner Gefangenschaft und stellt sie Porträts von Menschen aus allen Teilen der Sowjetunion gegenüber. Sie erinnert daran, dass die individuelle Menschlichkeit selbst in Zeiten größter Feindseligkeit lebendig bleibt und sichtbar gemacht werden muss, um Trennungen zu überwinden.
Vernissage
| Mit. 26.02.2025 | 18.30 - 21.30 | |
Öffnungszeiten, März, European Month of Photography 2025
| Mon. | geschlossen | |
| Die. | geschlossen | |
| Mit. | geschlossen | |
| Don. | 15:00-18:00 | |
| Frei. | 15:00-18:00 | |
| Sam. | 15:00-18:00 | |
| Son. | 15:00-18:00 |